Lunaliza (Po.di box): [charivari chari vrari]

Liebe Wärme. In Räumen bist du, in Herzen bist du auch – was zieht der kalte Frost um die Häuser, aber nicht hinein. – Eiszapfen neben dem Ofen im Kühlschrank. – Du lässt keine Kälte herein – wie ein warmer Mantel umhüllt sie dich – du denkst stets es ist Sommer. – Die Küche drinnen wie draußen – mit klirrender Kälte gefüllt ist nur der Kühlschrank und der kurze Weg zum Auto. – Dein Atem zeigt sich in weißen Wolken auch in deinem Bett, in deinem Wohnzimmer legst du deine Pelzjacke ab, du brauchst keine Handschuhe, du fährst nicht mit dem Rad. – Stets mit weicher Wärme umhüllt, als würden dich 1000 Leute umarmen, um dir ihre Wärme zu spenden verlässt du das Haus gedankenlos und denkst du kommst nur in denselben Raum zurück. – Der heiße Tee den du verschüttest wird langsam zu Eis im Kühlschrank hast du deine übrigen Getränke. Als würdest du nie das Fenster schließen trinkst du gemütlich deinen Tee ohne die Tasse zu berühren und dessen Wärme auch durch die Finger aufzunehmen.

Liebe Wärme, du verlässt mich sobald ich reingehe – die Hoffnung auf den ewigen Sommer, die mich stets umgibt verblasst zu grauen Aussichten – Ich verliere meine Illusion, mein Glück, meine Wärme. – Ich gehe nicht mehr hinaus – /hinein – wohin soll ich gehen? Das ewig währende Feuer ist versiegt – eine tanzende Menschenmenge – niemand friert – nur im Schlaf bist du allein und unter fremden Segeln gefangen in der Luft des Winters. – Nadeln bohren sich in deine Haut, du wolltest sie nicht kennenlernen. – Wo ist der Ausgang, du möchtest rennen, davon rennen vor dem ewig unbekannten in der Luft liegenden, in tausend Winden auf dich einsausenden. – Die Wärme gehört dem Sommer und lässt dich allein – du kannst sie dir nicht leisten, nicht die Sonne vom Himmel holen, nicht den Mond neben die Sonne stellen und sie beide zugleich betrachten. – Nur das Feuer hält dich warm – die züngelnden Flammen umgeben das kleine Holz und erwärmen die wenigen umgebenden Meter kurzerhand.

Liebe Wärme, gekauft bist du ein rares Gut und erfüllst nur noch wenig Räume – So müssen wir uns zusammenfinden – zusammenfinden für die Freiheit – und die gemeinsame Luft die wir atmen und erwärmt ausatmen schätzen als wär sie ein Stück des Sommers, der uns alle verbindet und nicht wieder loslässt. – Eine kleine Glühbirne gibt keine Wärme ab und spendet vielmehr Licht in dunklen Räumen – nur wenig Zeit in Räumen, die erfüllt sind vom seltsamen Unbekannten – Die Freiheit fühlt sich anders an – die Konsequenzen sind zu schwer, der Mond bleibt der Mond, die Sonne die Sonne und ein Land ein Land. Ein Land befreit von der Kälte wiederholt sich nicht mehr oft in unbekannten Zeiten ein neuer Raum für dich. – Prosit Neujahr – Auf das Glück anstatt der Wärme und auf dass die Wärme der Herzen die Räume erfüllen wird.

Dear warmth. You are in rooms, you are also in hearts – what does the cold frost pull around the houses, but not inside. – Icicles next to the stove in the fridge. – You don’t let the cold in – it envelops you like a warm coat – you always think it’s summer. – The kitchen inside as well as outside – only the fridge and the short way to the car are filled with biting cold. – Your breath shows itself in white clouds in your bed, you take off your fur jacket in your living room, you don’t need gloves, you don’t ride your bike. – Always wrapped in soft warmth, as if 1000 people were hugging you, to give you their warmth, you leave the house thoughtlessly, thinking you’ll just come back to the same room. – The hot tea you spill will slowly turn to ice in the fridge you have your remaining drinks. As if you would never close the window, you comfortably drink your tea without touching the cup and absorbing its warmth through your fingers.

Dear warmth, you leave me as soon as I walk in – the hope of eternal summer that always surrounds me fades to gray prospects – I lose my illusion, my happiness, my warmth. – I’m not going out anymore – /in – where should I go? The eternal fire has dried up – a dancing crowd – no one freezes – only in your sleep you are alone and trapped under foreign sails in the winter air. – Needles pierce your skin, you didn’t want to get to know them. – Where is the exit, you want to run, run away from the eternally unknown, lying in the air, rushing at you in a thousand winds. – The warmth belongs to summer and leaves you alone – you cannot afford it, you cannot take the sun out of the sky, you cannot put the moon next to the sun and look at them both at the same time. – Only the fire keeps you warm – the licking flames surround the small piece of wood and quickly heat up the few surrounding meters.

Dear warmth, bought you are a rare commodity and only fill a few spaces – so we have to come together – come together for freedom – and appreciate the common air that we breathe and exhale warmly as if it were a piece of the summer that connects us all and won’t let go. – A small lightbulb does not emit heat and rather provides light in dark rooms – only little time in rooms filled with the strange unknown – freedom feels different – the consequences are too heavy, the moon remains the moon, the sun the sun and a land a land. A land freed from the cold is no longer often repeated in unknown times a new space for you. – Happy New Year – to happiness instead of warmth and that the warmth of hearts will fill the rooms.

Repainted Collages (original), div. sizes, 2022

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