VER*I*B (Visualisierung)

In „VER*I*B“ möchte ich großformatige bedruckte Papierbahnen, beziehungsweise übermalte Reproduktionen meiner Collagenarbeiten räumlich erfahrbar werden lassen, indem ich sie in den Raum hineinreichen lasse. Schräg von oberen Ecken in die gegenüberliegenden unteren Ecken reichend sollen sie in eine Rauminstallation transformiert werden und eine spezifische Raum- und Kunsterfahrung ermöglichen. Zu einem Teil der Innenarchitektur werdend ermöglichen die Arbeiten ein spezifisches Kunsterlebnis, welches die Wahrnehmung auf besondere Weise thematisiert und auf gewohnte Sichtweisen aufmerksam werden lässt. Die Arbeit öffnet sich in den Raum hinein und erweckt nach einem Prinzip von Verdeckung ein Interesse für das dahinterliegende, während ein Umgehen der Arbeit unterschiedliche Ansichten erbringt und eine individuelle Kunsterfahrung ermöglicht. Der Blick fällt daher ebenso auf das Objekt, wie auch auf den umgebenden Raum und andere Besucher. Der Raum und die Bewegung anderer Rezipienten werden somit Teil der Konzeption der Arbeit. Der Rezipient reflektiert seinen eigenen Standpunkt im Raum, wie auch seine Wahrnehmungserfahrung, welche ihm seinen gewohnten Blick bewusst werden lässt. Eine neuartige Formgebung irritiert die Wahrnehmung und lässt auf Sehkonventionen aufmerksam werden. Die Gegenstände und Darstellungen werden aus dem Alltagsleben erkannt und dennoch nicht im gewohnten Kontext erfahren. Das wiedererkennende Sehen selbst wird somit vom rezipierenden Subjekt kritisch betrachtet.

VER*I*B Visualisierung

Mehrere großformatige Drucke sollen in Bahnen von den Seiten der Wände in den Raum installiert werden. Die Maße sollen jeweils etwa 4 m x 1,5/ 2 m betragen, sodass sich einiger Produktionsaufwand ergibt. Die Drucke werden auf geeignetem festen Papier in den oberen Raumecken befestigt und reichen von dort weit in den Raum hinein. Die Teile der Installation legen sich hierbei in den Raum hinein und bilden eine Art Welle vor der tatsächlichen Architektur des Raumes, sodass diese als sich lösend oder rund erscheint. Es ergibt sich ein Gefühl von etwas unbekanntem und eine neue Erfahrung wird möglich. Der Eindruck der Wandelbarkeit der Innenarchitektur, der sich durch die Art und Weise der Installation ergibt ermöglicht ein verändertes Raumerlebnis und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Eine spezifische Kunsterfahrung ist mir in meiner künstlerischen Arbeit ein besonderes Anliegen, ebenso wie ein selbstreflexiver Wahrnehmungsakt und eine spezifische Erfahrbarkeit, die bleibende Spuren hinterlässt. In VER*I*B arbeite ich mit dem Betrachter und dessen individueller Wahrnehmung, um eine spezifische durch Kommunikation geprägte Kunsterfahrung zu erzeugen und den Raum zu einem Ort der Begegnung und des Dialoges werden zu lassen. Die Installation VER*I*B (als Abkürzung für Verlieren/ Verbinden) ermöglicht hierbei nicht nur eine theoretische Öffnung in den Raum, sondern löst sich vollständig aus ihrer Zweidimensionalität und wird ein skulpturales Element, welches sich mit der Architektur des Raumes verbindet. Die Vielschichtigkeit der Collagen findet sich hierbei in der Formgebung der Installation wieder und wird von dieser aufgegriffen und fortgeführt, sodass sich eine besondere Raumerfahrung ergibt und eine spezifische neue Erfahrbarkeit gewohnter Strukturen möglich wird.

VER*I*B Visualisierung Installationsansicht

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